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Wie viel verdient ein Polizist pro Monat? Brutto und netto

Enrico Stadler

Enrico Stadler

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31. Mai 2026

Ein Polizist verdient monatlich zwischen 2.400 € und 4.350 €, je nach Bundesland und Dienstalter.

Ob sich der Polizeiberuf finanziell lohnt, entscheidet sich nicht an einer einzigen Zahl. Die kurze Antwort auf die Frage, wie viel ein Polizist pro Monat verdient, liegt in Deutschland meist zwischen rund 3.000 und 4.500 Euro brutto, kann durch Dienstgrad, Bundesland und Zulagen aber deutlich abweichen. Hier ordne ich Grundgehalt, Nettoverdienst, Ausbildungsbezüge und die wichtigsten Einflussfaktoren praktisch ein.

Die wichtigsten Zahlen zum Polizeigehalt auf einen Blick

  • 3.000 bis 4.500 Euro brutto sind für viele Polizeibeamte im aktiven Dienst eine realistische Größenordnung.
  • Ein Polizeikommissar im Bundesdienst startet 2026 mit etwa 3.552 Euro Grundgehalt brutto monatlich.
  • Je nach Steuerklasse und Krankenversicherung bleiben häufig etwa 2.500 bis 3.300 Euro netto.
  • Während Ausbildung oder Studium gibt es bereits rund 1.350 bis 1.700 Euro brutto pro Monat.
  • Nacht-, Wochenend-, Schicht- und Familienzuschläge können den monatlichen Betrag spürbar erhöhen.

Balkendiagramm zeigt, wie viel verdient ein Polizist pro Monat in verschiedenen Bundesländern. Bayern hat mit 2.889,32€ das höchste Gehalt.

Die kurze Antwort auf die Monatsfrage

Ein Polizist verdient in Deutschland je nach Laufbahn und Dienstherr meistens zwischen etwa 3.000 und 4.500 Euro brutto im Monat. Berufsanfänger im mittleren Dienst liegen eher am unteren Ende, während erfahrene Beamte im gehobenen Dienst oder mit Beförderungen deutlich mehr erhalten. Als Orientierung gilt die Bundesbesoldung 2026. Ein Polizeimeister in der Besoldungsgruppe A7 beginnt mit rund 3.138 Euro Grundgehalt, ein Polizeikommissar in A9 mit etwa 3.552 Euro. Diese Beträge enthalten noch keine Polizeizulage, Schichtzulagen oder Familienzuschläge.

Eine aktuelle Gehaltsauswertung von StepStone nennt für Polizistinnen und Polizisten ein mittleres Jahresgehalt von rund 44.500 Euro. Das entspricht ungefähr 3.708 Euro brutto pro Monat. Solche Durchschnittswerte sind hilfreich, ersetzen aber keine konkrete Besoldungstabelle, weil Beamte nach festen Gruppen und Erfahrungsstufen bezahlt werden.

Besoldungsgruppe Typischer Dienstgrad Grundgehalt Einstieg Grundgehalt höhere Erfahrungsstufe
A7 Polizeimeister 3.138,37 Euro 3.900,87 Euro
A8 Polizeiobermeister 3.307,17 Euro 4.216,64 Euro
A9 Polizeikommissar 3.551,63 Euro 4.535,33 Euro
A10 Polizeioberkommissar 3.785,90 Euro 5.055,47 Euro
A11 Polizeihauptkommissar 4.295,50 Euro 5.611,55 Euro

Die Tabelle zeigt nur das Grundgehalt des Bundes. Landespolizeien verwenden eigene Tabellen, die je nach Bundesland etwas niedriger oder höher ausfallen können. Genau deshalb sollte man bei einem konkreten Berufswunsch immer den gewünschten Dienstherrn prüfen.

Warum das Gehalt nicht überall gleich ist

Bundespolizei und Landespolizei

Die Polizei ist in Deutschland nicht ein einziger Arbeitgeber. Die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt und die Polizeien der 16 Bundesländer haben eigene Besoldungsregelungen. Dadurch kann ein Beamter mit vergleichbarem Dienstgrad in Bayern, Berlin oder Schleswig-Holstein unterschiedlich viel erhalten.

Ich würde deshalb nicht pauschal behaupten, dass Bundespolizisten immer mehr verdienen als Landespolizisten. Entscheidend sind Besoldungstabelle, Anpassungszeitpunkt und konkrete Zulagen. Auch die Zahl der Erfahrungsstufen unterscheidet sich zwischen Bund und Ländern.

Laufbahn und Dienstgrad

Im mittleren Dienst beginnt die Karriere häufig in A7 oder A8. Im gehobenen Dienst führt der Einstieg meist nach A9, wobei die genaue Einstufung vom Bundesland und vom Ausbildungsweg abhängt. Mit Beförderungen steigen die Aufgaben, die Verantwortung und die Besoldungsgruppe.

Ein Polizeikommissar in A9 verdient daher nicht automatisch dasselbe wie ein Polizeihauptkommissar in A11. Der Unterschied entsteht nicht allein durch das Alter, sondern vor allem durch Amt, Qualifikation und freie Beförderungsstellen.

Erfahrungsstufen

Innerhalb einer Besoldungsgruppe steigt das Grundgehalt mit zunehmender Berufserfahrung. Diese Erhöhungen erfolgen normalerweise nach festgelegten Zeiträumen. Man muss also nicht jedes Mal neu verhandeln, bekommt aber auch nicht automatisch eine Beförderung.

Für mich ist das einer der wichtigsten Unterschiede zur Privatwirtschaft. Das Einkommen ist als Beamter besser planbar, dafür sind große Gehaltssprünge meist an einen höheren Dienstgrad oder eine neue Funktion gebunden.

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Familie und persönliche Situation

Verheiratete Beamte und Beamte mit Kindern können einen Familienzuschlag erhalten. Dadurch kann das monatliche Einkommen in einzelnen Fällen mehrere hundert Euro über dem Betrag eines ledigen Kollegen liegen. Der Zuschlag hängt von Familienstand, Kinderzahl und den Regeln des jeweiligen Dienstherrn ab.

Was bleibt netto vom Polizeigehalt übrig

Die Nettofrage ist komplizierter als die Bruttozahl. Polizeibeamte zahlen grundsätzlich keine Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung. Dafür müssen sie je nach Bundesland ihre Krankenversicherung über Beihilfe und private Krankenversicherung organisieren oder erhalten freie Heilfürsorge.

Ein offizielles Rechenbeispiel der Landespolizei Schleswig-Holstein zeigt, wie stark die Werte schwanken können. Ein lediger Polizeiobermeister in A8 erhält dort bei bestimmten Voraussetzungen 3.357,45 Euro brutto und 2.782,29 Euro netto. Ein lediger Polizeikommissar in A9 kommt auf 3.621,34 Euro brutto und 2.962,09 Euro netto.

Beispiel Brutto monatlich Netto monatlich Voraussetzungen
Polizeiobermeister A8 3.357,45 Euro 2.782,29 Euro ledig, Steuerklasse I
Polizeikommissar A9 3.621,34 Euro 2.962,09 Euro ledig, Steuerklasse I
Polizeioberkommissar A10 4.386,86 Euro 3.881,36 Euro verheiratet, ein Kind

Diese Zahlen sind keine allgemeingültige Netto-Tabelle. Kirchensteuer, Steuerklasse, Kinder, Krankenversicherung und Bundesland verändern das Ergebnis. Besonders wichtig ist, ob der ausgewiesene Nettobetrag den Beitrag zur privaten Krankenversicherung bereits berücksichtigt.

Als grobe Orientierung halte ich für ledige Berufsanfänger etwa 2.500 bis 3.000 Euro netto für realistisch. Mit mehr Erfahrung, Zuschlägen und Familienbestandteilen kann der Betrag deutlich über 3.000 Euro steigen.

Wie viel gibt es während Ausbildung und Studium

Polizeianwärter erhalten bereits während der Ausbildung oder des dualen Studiums monatliche Anwärterbezüge. Es handelt sich also nicht um ein unbezahltes Praktikum. Je nach Bundesland und Laufbahn liegen diese Bezüge ungefähr zwischen 1.350 und 1.700 Euro brutto im Monat.

In Schleswig-Holstein werden beispielsweise rund 1.467 Euro brutto für Anwärter im mittleren Dienst und etwa 1.545 Euro für Kommissaranwärter im gehobenen Dienst genannt. Verheiratete Anwärter können durch den Familienzuschlag mehr erhalten.

Zusätzlich können Polizeianwärter Zuschläge für besondere Verwendungen bekommen. Bei der Wasserschutzpolizei sind beispielsweise Sonderzuschläge möglich. Wer eine Ausbildung auswählt, sollte deshalb nicht nur auf die erste Monatszahlung schauen, sondern auch auf Unterkunft, Krankenversorgung, Übernahmechancen und spätere Aufstiegsmöglichkeiten.

Welche Zuschläge den Monatsbetrag erhöhen

Das Grundgehalt bildet nur das Fundament. Polizeibeamte können je nach Einsatzbereich und Dienstplan zusätzliche Zahlungen erhalten. Dazu gehören vor allem die Polizeizulage, Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste sowie gegebenenfalls Familienzuschläge.

  • Polizeizulage für den besonderen Vollzugsdienst
  • Schichtzulagen bei regelmäßig wechselnden Arbeitszeiten
  • Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Familienzuschlag für Ehepartner und Kinder
  • Amtszulagen bei bestimmten Funktionen oder Beförderungsämtern

Wie viel davon tatsächlich auf dem Konto landet, hängt vom Dienstplan ab. Ein Beamter im Streifendienst mit vielen Nacht- und Wochenendschichten kann daher in einem Monat deutlich mehr erhalten als ein Kollege mit überwiegendem Tagesdienst.

Überstunden sollte man dabei nicht als garantiertes Zusatzeinkommen einplanen. Sie werden je nach Regelung ausgeglichen, vergütet oder in ein Arbeitszeitkonto übertragen. Der verlässlichste Vergleich bleibt deshalb das Grundgehalt inklusive dauerhaft gewährter Zulagen.

Die realistische Zahl für deine Berufsentscheidung

Wer wissen möchte, wie viel ein Polizist pro Monat verdient, sollte zunächst mit einer Größenordnung von rund 3.000 bis 4.500 Euro brutto rechnen. Für das tatsächliche Netto sind Dienstherr, Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe, Steuerklasse, Familienstand und Krankenversicherung entscheidend.

Mein praktischer Rat lautet, immer drei Zahlen nebeneinanderzustellen. Erstens das Grundgehalt beim Einstieg, zweitens das erwartbare Netto ohne Sonderfälle und drittens die möglichen Zuschläge. So entsteht ein realistisches Bild, das weder übertriebene Gehaltsversprechen noch die finanzielle Bedeutung des Berufs unterschätzt.

Für Schülerinnen und Schüler oder Quereinsteiger ist außerdem wichtig, dass die Bezahlung bereits während Ausbildung und Studium beginnt. Der Polizeiberuf bietet damit ein planbares Einkommen, verlangt aber auch Schichtdienst, körperliche Belastbarkeit und die Bereitschaft, Verantwortung in schwierigen Situationen zu übernehmen.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Polizeibeamte verdienen in Deutschland meist etwa 3.000 bis 4.500 Euro brutto monatlich. Ein Polizeimeister in A7 startet beim Bund mit rund 3.138 Euro Grundgehalt, ein Polizeikommissar in A9 mit etwa 3.552 Euro.

Bundespolizei und Landespolizeien haben eigene Besoldungstabellen. Unterschiede ergeben sich unter anderem durch Dienstherr, Besoldungsgruppe, Erfahrungsstufe, Anpassungszeitpunkt und Zulagen.

Als grobe Orientierung sind etwa 2.500 bis 3.000 Euro netto realistisch. Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinder, Krankenversicherung und Bundesland beeinflussen den tatsächlichen Betrag. In einem Beispiel erhält ein Polizeiobermeister rund 2.782 Euro netto, ein Polizeikommissar rund 2.962 Euro.

Polizeianwärter erhalten bereits monatliche Anwärterbezüge von ungefähr 1.350 bis 1.700 Euro brutto. In Schleswig-Holstein werden beispielhaft rund 1.467 Euro im mittleren Dienst und etwa 1.545 Euro im gehobenen Dienst genannt.

Zusätzlich zum Grundgehalt sind Polizeizulage, Schichtzulagen, Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Familien- und Amtszulagen möglich. Die Höhe hängt vom Einsatzbereich, Dienstplan, Familienstand und Dienstherrn ab.
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Autor Enrico Stadler
Enrico Stadler
Mein Name ist Enrico Stadler und ich bringe 3 Jahre Erfahrung in die Erstellung von Inhalten für lily-braun-oberschule.de ein. Schon seit einiger Zeit fasziniert mich die Welt der Bildung, Schule und Erziehung, und ich freue mich darauf, dieses komplexe Feld für Sie zu beleuchten. Mein Ziel ist es, Ihnen fundierte Informationen zu liefern, die Ihnen helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und aktuelle Entwicklungen nachzuvollziehen. Dabei lege ich Wert darauf, die Themen verständlich aufzubereiten, Quellen sorgfältig zu prüfen und die Informationen stets aktuell zu halten, damit Sie auf dem Laufenden bleiben.
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