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Lehramtsreferendariat Gehalt - was bleibt netto übrig?

Egon Feldmann

Egon Feldmann

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13. Mai 2026

Lupe über 50-Euro-Scheinen und einem Taschenrechner. So wird die Frage "wie viel verdient man im Referendariat" visuell beleuchtet.

Wer nach dem Studium ins Lehramtsreferendariat startet, möchte vor allem wissen, ob das Geld für Miete, Krankenversicherung und Alltag reicht. Im Jahr 2026 liegen die monatlichen Anwärterbezüge meist zwischen 1.700 und 1.850 Euro brutto, abhängig vom Bundesland, der Schulform und der Besoldungsgruppe. Entscheidend ist aber nicht nur der Bruttobetrag, sondern auch, was nach Steuern, Krankenversicherung und möglichen Zuschlägen tatsächlich auf dem Konto bleibt.

Die wichtigsten Zahlen zum Referendariatsgehalt auf einen Blick

  • Brutto erhalten Lehramtsreferendare 2026 meist etwa 1.700 bis 1.850 Euro im Monat.
  • A13 gilt zunehmend als Einstiegsamt, während manche Lehrämter noch nach A12 bezahlt werden.
  • Netto bleiben einer ledigen Person häufig ungefähr 1.450 bis 1.600 Euro nach der privaten Krankenversicherung.
  • Familienzuschläge für Kinder und Ehe können die monatlichen Bezüge spürbar erhöhen.
  • Bundesland, Schulform und Beamtenstatus entscheiden über die genaue Höhe und die Abzüge.

Die kurze Antwort auf die Gehaltsfrage

Im Lehramtsreferendariat verdient man kein reguläres Tarifgehalt, sondern erhält sogenannte Anwärterbezüge. Wer als Beamtin oder Beamter auf Widerruf eingestellt wird, bekommt im Jahr 2026 je nach Laufbahn meistens rund 1.700 bis 1.850 Euro brutto monatlich.

Die genaue Summe richtet sich nach dem Eingangsamt, das nach dem Vorbereitungsdienst vorgesehen ist. Für viele Studienreferendare am Gymnasium oder an beruflichen Schulen gilt A13 beziehungsweise A13 mit Zulage. Bei bestimmten Lehrämtern, besonders im Grundschulbereich, war lange A12 üblich. Diese Unterschiede werden in mehreren Ländern inzwischen schrittweise abgebaut.

Als grobe Orientierung halte ich folgende Einteilung für sinnvoll:

Ausgangslage Monatlicher Anwärtergrundbetrag 2026
Lehramt mit Zuordnung zu A12 etwa 1.700 bis 1.760 Euro brutto
Lehramt mit Zuordnung zu A13 etwa 1.720 bis 1.800 Euro brutto
A13 mit Struktur- oder Studienratszulage etwa 1.780 bis 1.850 Euro brutto

Das sind Grundbeträge ohne Familienzuschläge. Sonderzahlungen, regionale Zulagen oder Nachzahlungen können den Betrag verändern. Die GEW weist außerdem darauf hin, dass Referendare in der Regel keine Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen, dafür aber auch keinen normalen Anspruch auf Arbeitslosengeld erwerben.

Lehramtsreferendariat und Rechtsreferendariat sind nicht dasselbe

Auf die Frage nach dem Verdienst im Referendariat gibt es keine einzige Antwort, weil der Begriff mehrere Ausbildungswege umfasst. Im juristischen Referendariat erhalten Rechtsreferendare normalerweise eine Unterhaltsbeihilfe und keine Anwärterbezüge. Je nach Bundesland liegt sie 2026 ungefähr zwischen 1.430 und 1.860 Euro brutto, wobei Sozialversicherungsbeiträge meist anfallen.

Für eine Bildungsseite ist mit dem Begriff meistens der Vorbereitungsdienst für angehende Lehrkräfte gemeint. Auf diesen Weg beziehen sich die folgenden Zahlen.

[search_image]Anwärterbezüge Lehramtsreferendariat Deutschland Bundesländer Vergleich

Warum Bundesland und Lehramt so viel ausmachen

Die Länder regeln ihre Besoldung selbst. Deshalb kann ein Referendar mit identischer Ausbildung in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen oder Berlin unterschiedlich viel erhalten. Der Unterschied zwischen den Ländern ist zwar nicht riesig, aber bei einem ohnehin knappen Budget zählen auch 50 oder 100 Euro im Monat.

Bundesland Beispiel für Anwärtergrundbetrag 2026 Einordnung
Nordrhein-Westfalen A13 rund 1.793 Euro A13 für viele Lehrämter, A13 mit Zulage rund 1.829 Euro
Baden-Württemberg A12 rund 1.754 Euro A13 je nach Lehramt rund 1.786 Euro
Niedersachsen A13 rund 1.723 Euro A13 mit Zulage rund 1.762 Euro
Berlin A13 rund 1.777 Euro A13 mit Zulage rund 1.816 Euro

Die Werte sind als Orientierung gedacht, weil sich Besoldungstabellen im Jahresverlauf ändern können und nicht jedes Land alle Lehrämter gleich einordnet. Berlin nennt für den regulären Vorbereitungsdienst außerdem eine Dauer von 18 Monaten. In anderen Ländern sind ebenfalls 18 Monate üblich, teilweise dauert die Ausbildung jedoch länger oder kann in Teilzeit absolviert werden.

Gerade bei der Grundschule lohnt sich ein genauer Blick auf das Einstiegsamt. Ein Unterschied zwischen A12 und A13 wirkt zunächst klein, kann aber durch Zulagen und spätere Gehaltsentwicklung langfristig eine größere Rolle spielen. Ich würde deshalb nie nur eine allgemeine Deutschlandzahl übernehmen, sondern immer die Besoldungstabelle des konkreten Landes prüfen.

Was vom Brutto tatsächlich übrig bleibt

Das Netto lässt sich nicht mit einem einzigen Wert angeben. Familienstand, Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinder und vor allem die Krankenversicherung verändern den Auszahlungsbetrag. Bei einer ledigen, kinderlosen Person in Steuerklasse I bleiben von etwa 1.800 Euro brutto häufig ungefähr 1.600 bis 1.650 Euro nach Lohnsteuer, aber noch vor den individuellen Kosten der Krankenversicherung.

Viele Lehramtsreferendare sind Beamte auf Widerruf und erhalten Beihilfe zu den Krankheitskosten. Für den verbleibenden Anteil wird oft eine private Krankenversicherung im Anwärtertarif abgeschlossen. Je nach Leistungsumfang und Anbieter können dafür grob 80 bis 180 Euro monatlich anfallen. Das tatsächliche verfügbare Einkommen liegt dann häufig eher bei 1.450 bis 1.600 Euro.

Beispiel Ungefährer Monatsbetrag
Anwärterbezüge A13 1.800 Euro brutto
Nach Lohnsteuer, vor Krankenversicherung etwa 1.600 bis 1.650 Euro
Nach typischer privater Krankenversicherung etwa 1.450 bis 1.600 Euro verfügbar

Diese Rechnung ist bewusst nur eine Näherung. Wer freiwillig gesetzlich versichert bleibt, Kinder hat oder in einem Bundesland mit pauschaler Beihilfe lebt, kann deutlich anders herauskommen. Der häufigste Fehler besteht darin, den Nettobetrag aus einem Online-Rechner als garantiert anzusehen. Ich würde immer zuerst die Beihilferegeln des Landes und dann zwei konkrete Versicherungsangebote vergleichen.

Welche Zuschläge und Sonderzahlungen möglich sind

Zum Anwärtergrundbetrag können Familienzuschläge kommen. Besonders Kinder können die Bezüge spürbar erhöhen. Ob zusätzlich ein Zuschlag für Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft gezahlt wird, hängt vom jeweiligen Landesrecht ab.

Auch Sonderzahlungen sind nicht bundesweit einheitlich geregelt. Manche Länder zahlen eine jährliche Sonderleistung oder gewähren bestimmte Zuschüsse, andere verzichten darauf. Dazu können vermögenswirksame Leistungen, Fahrtkostenerstattungen oder eine Unterrichtsvergütung kommen, wenn zusätzliche Unterrichtsstunden übernommen werden.

Eine Nebentätigkeit ist nicht automatisch ausgeschlossen, aber sie muss in der Regel genehmigt werden. Außerdem kann zusätzliches Einkommen je nach Bundesland auf die Bezüge angerechnet werden. Wer neben dem Referendariat arbeitet, sollte deshalb vorher die Personalstelle fragen und die zulässige Arbeitszeit schriftlich klären.

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Teilzeit verändert nicht nur die Dauer

Ein Teilzeitreferendariat kann finanziell und familiär sinnvoll sein, bringt aber nicht einfach dieselbe Ausbildung mit weniger Stunden. In Berlin beträgt die monatliche Unterhaltsbeihilfe bei einer entsprechenden Teilzeitregelung beispielsweise 75 Prozent des regulären Betrags, während sich die Ausbildungszeit auf 24 Monate verlängert.

Das kann die monatliche Belastung senken, verlängert aber die Phase mit reduziertem Einkommen. Für Eltern oder Personen mit Pflegeverantwortung kann Teilzeit trotzdem die realistischere Lösung sein. Ich würde die Entscheidung nicht allein nach dem Monatsbetrag treffen, sondern auch Miete, Fahrtwege und Betreuungszeiten einrechnen.

So lässt sich das Referendariat finanziell realistisch planen

Mit ungefähr 1.500 Euro verfügbarem Einkommen kann das Referendariat funktionieren, in einer teuren Großstadt aber schnell eng werden. Besonders unterschätzt werden Fahrtkosten zur Schule und zum Studienseminar, Unterrichtsmaterialien, Fachliteratur sowie die private Kranken- und Pflegeversicherung.

  • Plane mit dem Betrag, der nach Krankenversicherung tatsächlich verfügbar ist.
  • Lege vor dem Start eine Rücklage für die ersten zwei Monate an, falls die Auszahlung verspätet beginnt.
  • Prüfe, ob Familienzuschläge, Kindergeld oder eine pauschale Beihilfe infrage kommen.
  • Frage vor einem Umzug nach den Einsatzorten und möglichen Fahrtwegen.
  • Vergleiche Versicherungen nicht nur nach dem niedrigsten Anwärtertarif, sondern auch nach den Bedingungen nach dem Referendariat.

Mein wichtigster Rat lautet deshalb, mit dem realen Auszahlungsbetrag statt mit dem Brutto zu kalkulieren. Für angehende Lehrkräfte liegt die Antwort im Jahr 2026 meistens bei rund 1.700 bis 1.850 Euro brutto im Monat. Wie gut man davon leben kann, entscheidet am Ende weniger die allgemeine Deutschlandzahl als das Bundesland, der Beamtenstatus, die Krankenversicherung und die persönliche Wohnsituation.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Lehramtsreferendare erhalten 2026 meist etwa 1.700 bis 1.850 Euro brutto monatlich. Die genaue Höhe hängt vom Bundesland, der Schulform und dem vorgesehenen Einstiegsamt ab. A12 liegt grob bei 1.700 bis 1.760 Euro, A13 meist bei 1.720 bis 1.800 Euro und A13 mit Zulage bei bis zu etwa 1.850 Euro.

Bei etwa 1.800 Euro brutto bleiben einer ledigen, kinderlosen Person in Steuerklasse I häufig rund 1.600 bis 1.650 Euro nach Lohnsteuer und vor der Krankenversicherung. Für eine private Krankenversicherung im Anwärtertarif fallen oft etwa 80 bis 180 Euro monatlich an. Dadurch liegen die verfügbaren Bezüge häufig bei ungefähr 1.450 bis 1.600 Euro.

Zum Anwärtergrundbetrag können Familienzuschläge für Kinder und je nach Landesrecht auch für Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft kommen. Außerdem gibt es in manchen Ländern Sonderzahlungen oder Zuschüsse, etwa vermögenswirksame Leistungen, Fahrtkostenerstattungen oder eine Vergütung für zusätzliche Unterrichtsstunden.

Teilzeit reduziert die monatlichen Bezüge und verlängert häufig die Ausbildungszeit. In Berlin beträgt die Unterhaltsbeihilfe bei einer entsprechenden Teilzeitregelung beispielsweise 75 Prozent des regulären Betrags, während sich die Ausbildungszeit auf 24 Monate verlängert. Deshalb sollten neben dem Monatsbetrag auch Miete, Fahrtkosten und Betreuungszeiten berücksichtigt werden.
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anwärterbezüge krankenversicherung teilzeit besoldungstabellen familienzuschläge

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Autor Egon Feldmann
Egon Feldmann
Mein Name ist Egon Feldmann und seit nunmehr 12 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Bildung, Schule und Erziehung. Diese lange Zeit hat mir die Möglichkeit gegeben, tief in die Materie einzutauchen und die vielfältigen Aspekte dieses wichtigen Bereichs zu durchdringen. Mich fasziniert besonders, wie wir Lernumgebungen gestalten können, die junge Menschen bestmöglich auf ihre Zukunft vorbereiten und sie in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützen. Auf lily-braun-oberschule.de teile ich meine Erkenntnisse, analysiere aktuelle Entwicklungen und versuche, komplexe Zusammenhänge verständlich aufzubereiten. Dabei lege ich großen Wert darauf, Informationen sorgfältig zu recherchieren und stets auf dem neuesten Stand zu halten, damit Sie stets nützliche und verlässliche Einblicke erhalten.
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