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Lehrergehalt in NRW - A 13, TV-L und wichtige Unterschiede

Bert Lemke

Bert Lemke

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21. Juli 2026

Gehalt Lehrer NRW: Jährliche Kosten eines Angestellten im IT-Bereich, inklusive Lohnnebenkosten, liegen bei 78.869,98€.

Wer in Nordrhein-Westfalen als Lehrkraft arbeitet oder den Berufseinstieg plant, möchte meist zuerst eine konkrete Zahl sehen. Im Jahr 2026 hängt das monatliche Bruttogehalt vor allem davon ab, ob man verbeamtet oder angestellt ist, welche Lehramtsbefähigung vorliegt und welche Erfahrungsstufe erreicht wurde.

Die wichtigsten Zahlen zum Lehrergehalt in NRW auf einen Blick

  • A 13 für Beamte reicht in der aktuell gültigen Tabelle von 5.221,48 bis 6.381,49 Euro brutto im Monat.
  • EG 13 im TV-L liegt bei 4.759,37 bis 6.764,69 Euro brutto monatlich.
  • Seit August 2026 werden Lehrkräfte der Primarstufe und Sekundarstufe I regulär nach A 13 bewertet.
  • Netto lässt sich nicht pauschal berechnen, weil Steuerklasse, Krankenversicherung, Kinder und Kirchensteuer eine große Rolle spielen.
  • Im Referendariat beträgt der Anwärtergrundbetrag für ein späteres Einstiegsamt A 13 derzeit 1.793,28 Euro brutto.

Gehalt Lehrer NRW: Grafik zeigt monatliche Grundgehaltsteigerung für Lehrkräfte der Stufen 5-12 bei Überleitung von A12 zu A13 ab 01.08.2026.

So hoch ist das Gehalt für Lehrkräfte in NRW 2026

Für verbeamtete Lehrkräfte ist A 13 die zentrale Besoldungsgruppe. Die Tabelle gilt seit dem 1. April 2026 und weist für A 13 ein Grundgehalt von 5.221,48 bis 6.381,49 Euro brutto im Monat aus. Der genaue Betrag steigt mit der Erfahrungsstufe und wird nicht frei mit der Schule oder Bezirksregierung ausgehandelt.

Beschäftigungsform Grundlage Monatliches Brutto 2026
Verbeamtete Lehrkraft A 13 5.221,48 bis 6.381,49 Euro
Angestellte Lehrkraft mit voller Lehramtsausbildung EG 13 TV-L 4.759,37 bis 6.764,69 Euro
Lehramtsanwärterin oder Lehramtsanwärter Anwärterbezüge A 13 1.793,28 Euro Grundbetrag

Die A-13-Tabelle beginnt in NRW nicht mit einer klassischen Erfahrungsstufe 1, sondern mit der niedrigsten ausgewiesenen Stufe für diese Besoldungsgruppe. Genau deshalb wirken manche Online-Vergleiche zunächst widersprüchlich. Ich würde bei einer Bewerbung immer prüfen, ob tatsächlich die Besoldungstabelle NRW oder eine ältere Übersicht verwendet wurde.

Lehrkräfte an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs wurden schon vorher überwiegend nach A 13 bezahlt. Seit August 2026 gilt die gesetzliche Überleitung auch für die bisher niedriger eingestuften Lehrämter der Primarstufe und Sekundarstufe I. Die frühere A-12-Regelung mit einer stufenweise anwachsenden Zulage ist damit für diesen Bereich abgeschlossen.

Warum Beamte und Angestellte unterschiedlich viel erhalten

Das Bruttogehalt allein zeigt nicht, wie viel am Monatsende auf dem Konto landet. Bei Beamten wird das Einkommen als Besoldung bezeichnet, bei angestellten Lehrkräften als tarifliches Entgelt nach TV-L. Beide Systeme haben eigene Regeln für Stufen, Zuschläge und Abzüge.

Eine voll ausgebildete angestellte Lehrkraft mit passender Lehramtsbefähigung wird in der Regel der Entgeltgruppe EG 13 zugeordnet. Dort reicht das Tabellenentgelt 2026 von 4.759,37 Euro in Stufe 1 bis 6.764,69 Euro in Stufe 6. Zusätzlich kann eine Jahressonderzahlung anfallen, die in der Beamtenbesoldung nicht auf dieselbe Weise funktioniert.

Verbeamtete Lehrkräfte zahlen dagegen keine Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung. Dafür müssen sie ihre Krankenversicherung und den Beihilfeanteil passend organisieren. Familienzuschläge, Kinder und der Familienstand können die Besoldung ebenfalls verändern. Deshalb halte ich pauschale Nettoangaben wie „Lehrer in NRW verdienen 3.500 Euro netto“ für wenig belastbar.

Einflussfaktor Auswirkung
Steuerklasse und Kirchensteuer Verändern das monatliche Netto deutlich
Krankenversicherung Besonders bei Beamten ein wichtiger Kostenpunkt
Kinder und Familienstand Können bei Beamten den Familienzuschlag erhöhen
Teilzeit Reduziert das Grundgehalt grundsätzlich anteilig

Bei einer verbeamteten Lehrkraft in A 13 mit 50 Prozent Teilzeit wären aus dem Grundgehalt der niedrigsten ausgewiesenen Stufe beispielsweise 2.610,74 Euro brutto abzuleiten. Zulagen und persönliche Zuschläge werden dabei nicht automatisch exakt halbiert oder gleich behandelt, weshalb die konkrete Bezügemitteilung entscheidend bleibt.

Lehramt und Qualifikation bestimmen die Eingruppierung

Die Schulform allein entscheidet nicht über das Gehalt. Maßgeblich sind die Lehramtsbefähigung, die konkrete Tätigkeit und bei angestellten Lehrkräften die Regeln der Entgeltordnung Lehrkräfte. Besonders beim Seiteneinstieg entstehen dadurch große Unterschiede.

Qualifikation Typische Zuordnung bei einer A-13-Referenz
Lehramtsstudium plus Vorbereitungsdienst EG 13
Lehramtsstudium ohne Vorbereitungsdienst EG 13, mit besonderen Stufenregeln
Masterabschluss mit Unterrichtsbefähigung in mindestens einem Fach EG 12
Bachelorabschluss mit entsprechender Unterrichtsbefähigung EG 11
Andere oder fehlende passende Qualifikation EG 10

Diese Übersicht ist eine Orientierung und kein Ersatz für die Prüfung des Einzelfalls. Wer beispielsweise mit einem ausländischen Abschluss nach NRW kommt, braucht unter Umständen eine Anerkennung der Qualifikation. Auch der Einsatz an einer anderen Schulform kann die Eingruppierung beeinflussen.

Ein häufiger Irrtum besteht darin, einen Masterabschluss automatisch mit A 13 oder EG 13 gleichzusetzen. Entscheidend ist nicht nur der akademische Titel, sondern ob der Abschluss nach den tariflichen Regeln tatsächlich als passende Grundlage für die Tätigkeit gilt.

Erfahrungsstufen machen langfristig einen großen Unterschied

Das Einstiegsgehalt ist nur ein Teil der Rechnung. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt die Lehrkraft in höhere Stufen auf. Im TV-L erfolgt dieser Aufstieg nach festgelegten Zeiträumen, in der Beamtenbesoldung gelten die Erfahrungszeiten des Landesbesoldungsrechts.

Bei EG 13 liegen zwischen der ersten und der letzten Stufe mehr als 2.000 Euro brutto im Monat. Bei A 13 beträgt der Abstand zwischen dem niedrigsten und höchsten Tabellenwert rund 1.160 Euro. Wer über viele Jahre in Teilzeit arbeitet, sollte außerdem beachten, dass die Arbeitszeit zwar das laufende Einkommen reduziert, die Stufenlaufzeit aber nicht einfach mit dem Teilzeitfaktor multipliziert wird.

Eine Beförderung nach A 14 ist möglich, aber nicht automatisch. Sie hängt von einer passenden Funktionsstelle, den schulrechtlichen Voraussetzungen und dem jeweiligen Auswahlverfahren ab. Mehr Verantwortung, etwa als Fachleitung oder Schulleitung, kann weitere Zulagen oder eine höhere Besoldungsgruppe bringen.

Referendariat und Seiteneinstieg haben eigene Regeln

Im Vorbereitungsdienst erhalten Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter keine reguläre A-13-Besoldung. Sie bekommen Anwärterbezüge. Für ein späteres Einstiegsamt A 13 beträgt der Anwärtergrundbetrag 1.793,28 Euro brutto im Monat. Ein Familienzuschlag kann hinzukommen.

Auch der Seiteneinstieg lässt sich nicht mit einem einzigen Betrag beschreiben. Wer an einer berufsbegleitenden Ausbildung teilnimmt oder bereits einen passenden Masterabschluss besitzt, kann anders eingruppiert werden als eine Person mit fachfremdem Hochschulabschluss. Die Bezeichnung „Lehrer“ sagt deshalb noch nichts über die konkrete Entgeltgruppe aus.

Für Mehrarbeit gelten eigene Vergütungssätze. Eine zusätzliche Unterrichtsstunde wird also nicht einfach durch das Monatsgehalt geteilt. Nach den aktuellen NRW-Regelungen können für Lehrkräfte mit einem A-13-Eingangsamt je nach Laufbahn und Schulform unterschiedliche Sätze gelten. Ich würde solche Stunden immer anhand der offiziellen Abrechnung kontrollieren, besonders wenn mehrere Vertretungsstunden in einem Monat zusammenkommen.

Welche Zahl für die eigene Planung wirklich zählt

Für eine schnelle Orientierung ist A 13 in NRW 2026 die wichtigste Zahl. Für die persönliche Finanzplanung brauche ich aber zusätzlich den Beschäftigungsstatus, die Erfahrungsstufe, den Beschäftigungsumfang und die Krankenversicherung. Erst daraus entsteht ein realistisches Netto.

Wer ein Angebot prüft, sollte sich deshalb die Entgeltgruppe oder Besoldungsgruppe schriftlich nennen lassen und bei Teilzeit genau auf den prozentualen Umfang achten. Das verhindert den häufigsten Fehler bei Gehaltsvergleichen: Ein Tabellenhöchstwert wird mit einem individuellen Einstiegsgehalt verwechselt.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Verbeamtete Lehrkräfte werden in der zentralen Besoldungsgruppe A 13 bezahlt. Das Grundgehalt reicht in der gültigen Tabelle von 5.221,48 bis 6.381,49 Euro brutto monatlich und steigt mit der Erfahrungsstufe.

Eine voll ausgebildete angestellte Lehrkraft wird in der Regel nach EG 13 des TV-L vergütet. Das monatliche Tabellenentgelt liegt je nach Stufe zwischen 4.759,37 Euro und 6.764,69 Euro brutto. Zusätzlich kann eine Jahressonderzahlung anfallen.

Das Netto hängt unter anderem von Steuerklasse, Kirchensteuer, Kindern, Familienstand und Beschäftigungsumfang ab. Bei Beamten kommen außerdem Krankenversicherung und Beihilfe hinzu. Teilzeit reduziert das Grundgehalt grundsätzlich anteilig.

Entscheidend sind die Lehramtsbefähigung, die konkrete Tätigkeit und die tariflichen Regeln. Als Orientierung können passende Lehramtsausbildungen zu EG 13, ein Masterabschluss mit Unterrichtsbefähigung zu EG 12 und ein Bachelorabschluss mit entsprechender Befähigung zu EG 11 führen. Andere oder fehlende passende Qualifikationen können eine Zuordnung zu EG 10 bedeuten.

Im Vorbereitungsdienst erhalten Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter Anwärterbezüge statt regulärer A-13-Besoldung. Der Anwärtergrundbetrag für ein späteres Einstiegsamt A 13 beträgt 1.793,28 Euro brutto monatlich. Ein Familienzuschlag kann hinzukommen.
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beamtenbesoldung referendariat seiteneinstieg erfahrungsstufen tarifentgelt

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Autor Bert Lemke
Bert Lemke
Mein Name ist Bert Lemke und seit nunmehr neun Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Bildung, Schule und Erziehung. Diese lange Zeit hat mir die Möglichkeit gegeben, tief in die Materie einzutauchen und die vielschichtigen Aspekte, die unsere Lernumgebungen prägen, aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Mich fasziniert besonders, wie wir Wissen so aufbereiten können, dass es für jeden verständlich wird und wie wir komplexe Zusammenhänge im Schulalltag und in der Erziehung greifbar machen. Dabei lege ich Wert darauf, Informationen sorgfältig zu prüfen, aktuelle Entwicklungen zu verfolgen und stets darauf zu achten, dass die Inhalte auf lily-braun-oberschule.de nicht nur korrekt, sondern auch praxisnah und leicht zugänglich sind. Mein Ziel ist es, Ihnen fundierte Einblicke zu geben, die Ihnen helfen, die Welt der Bildung besser zu verstehen.
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