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Mit Fachabi studieren: Diese Studiengänge sind möglich

Enrico Stadler

Enrico Stadler

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16. Juni 2026

Vergleich von Fachabi und Abitur: Was kann man mit Fachabi studieren? Mit Fachhochschulreife studierst du an Fachhochschulen.

Wer mit Fachabi studieren möchte, hat deutlich mehr Möglichkeiten, als viele zunächst denken. Entscheidend ist aber, ob es sich um die Fachhochschulreife oder die fachgebundene Hochschulreife handelt, in welchem Bundesland du studieren willst und welche zusätzlichen Anforderungen der Studiengang stellt. Hier bekommst du eine klare Orientierung zu passenden Fachrichtungen, Hochschultypen, Zulassung, NC und den nächsten Schritten.

Mit Fachabi stehen dir vor allem praxisnahe Studienwege offen

  • Fachhochschulen und HAW bieten grundsätzlich eine große Auswahl an Bachelorstudiengängen.
  • Beliebte Fachrichtungen sind Wirtschaft, Informatik, Technik, Soziales, Gesundheit und Medien.
  • Universitäten sind je nach Bundesland und Studiengang nur eingeschränkt zugänglich.
  • Fachhochschulreife ist nicht dasselbe wie fachgebundene Hochschulreife.
  • NC, Vorpraktikum, Eignungstest oder Sprachkenntnisse können zusätzlich verlangt werden.

Vergleich von Fachabi und Abitur: Was kann man mit Fachabi studieren? Das Fachabi berechtigt zum Studium an Fachhochschulen.

Die wichtigste Unterscheidung liegt im Abschluss

„Fachabi“ ist ein umgangssprachlicher Begriff und wird nicht überall gleich verwendet. Meist ist damit die Fachhochschulreife gemeint. Sie besteht in der Regel aus einem schulischen und einem praktischen Teil, etwa einem gelenkten Praktikum oder einer Berufsausbildung.

Mit der Fachhochschulreife kannst du dich grundsätzlich für Bachelorstudiengänge an einer Fachhochschule oder Hochschule für angewandte Wissenschaften bewerben. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Bewerbung automatisch erfolgreich ist. Ein Studiengang kann zusätzlich einen bestimmten Notendurchschnitt, ein Vorpraktikum oder eine bestandene Eignungsprüfung verlangen.

Davon unterscheidet sich die fachgebundene Hochschulreife. Sie erlaubt das Studium an verschiedenen Hochschultypen, beschränkt die Fächerwahl aber auf eine bestimmte Fachrichtung und verwandte Studienbereiche. Die Bundesagentur für Arbeit weist deshalb darauf hin, dass die genaue Hochschulzugangsberechtigung auf dem Zeugnis geprüft werden sollte.

Ein häufiger Fehler besteht darin, den schulischen Teil der Fachhochschulreife mit dem vollständigen Abschluss zu verwechseln. Fehlt noch der praktische Teil, ist ein direkter Studienbeginn oft nicht möglich. Ich würde deshalb zuerst genau auf dem Zeugnis nachsehen, welcher Abschluss tatsächlich bescheinigt wird.

Diese Studienrichtungen kommen besonders häufig infrage

Die Auswahl an Fachhochschulen und HAW ist groß. Besonders gut passen Studiengänge, die Theorie mit Projekten, Laborarbeit, Praxissemestern oder einer engen Verbindung zu Unternehmen verbinden.

Bereich Beispiele für Studiengänge Worauf du achten solltest
Wirtschaft Betriebswirtschaftslehre, International Business, Marketing, Logistik, Wirtschaftsinformatik Mathematik, Rechnungswesen und oft ein NC
Informatik Allgemeine Informatik, Medieninformatik, Wirtschaftsinformatik, IT-Sicherheit Programmierkenntnisse sind hilfreich, aber meist keine Voraussetzung
Technik Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Fahrzeugtechnik, Mechatronik Solide Mathematik- und Physikkenntnisse machen den Einstieg leichter
Soziales Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Kindheitspädagogik Manchmal werden ein Vorpraktikum oder ein Auswahlgespräch verlangt
Gesundheit Gesundheitsmanagement, Pflege, Physiotherapie, Hebammenwissenschaft an passenden Hochschulen Bei dualen und reglementierten Studiengängen gelten besondere Auswahlregeln
Medien und Gestaltung Mediendesign, Kommunikationsdesign, Film, Illustration, digitale Medien Mappe, Arbeitsproben oder eine Eignungsprüfung sind häufig

Wirtschaft und Informatik

Wirtschaftliche Studiengänge gehören zu den zugänglichsten Optionen. Wer gerne organisiert, rechnet und Geschäftsmodelle verstehen möchte, findet mit BWL, Logistik oder Wirtschaftsingenieurwesen viele unterschiedliche Profile. Wirtschaftsingenieurwesen verbindet technische und kaufmännische Inhalte und ist deshalb anspruchsvoller, aber beruflich sehr vielseitig.

Auch Informatik ist mit Fachhochschulreife häufig möglich. Du musst dafür nicht schon professionell programmieren können. Ich empfehle aber, vor der Bewerbung einen kleinen Einstiegskurs in Python oder Webentwicklung auszuprobieren, weil du dadurch schnell merkst, ob dir logisches Denken und Fehlersuche liegen.

Technik und Bauwesen

Technische Studiengänge an HAW sind stark auf Anwendungen ausgerichtet. In Maschinenbau, Elektrotechnik oder Bauingenieurwesen arbeitest du oft mit CAD, Laborversuchen und Projektaufgaben. Mathematik ist dabei kein Nebenthema, sondern bildet die Grundlage für viele Module im ersten Studienjahr.

Architektur und Innenarchitektur sind ebenfalls mögliche Wege, allerdings oft mit zusätzlichen Anforderungen. Dazu können eine Bewerbungsmappe, ein Auswahlverfahren oder ein Vorpraktikum gehören. Eine gute Zeichnung allein reicht nicht immer, weil Hochschulen auch räumliches Denken und die Fähigkeit zur strukturierten Planung prüfen.

Lesen Sie auch: Gesundheit studieren - Fachrichtungen, Kosten und Berufschancen

Soziales, Gesundheit und Pädagogik

Wer mit Menschen arbeiten möchte, kann sich unter anderem für Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Gesundheitsmanagement oder Pflegewissenschaft interessieren. Diese Studiengänge führen nicht automatisch zu jedem Gesundheits- oder Lehrberuf. Humanmedizin, Pharmazie und klassisches Lehramt sind in Deutschland in der Regel Studiengänge an Universitäten und mit Fachhochschulreife nicht direkt zugänglich.

Das heißt nicht, dass der Weg in diese Bereiche verschlossen ist. Je nach Bundesland kommen eine zusätzliche Hochschulzugangsprüfung, eine berufliche Qualifikation oder ein späterer Wechsel infrage. Für viele Interessierte ist ein HAW-Studiengang im Gesundheits- oder Sozialbereich aber bereits der passendere Weg, weil er näher an der späteren Berufspraxis liegt.

Fachhochschule, duales Studium oder Fernstudium

Die Hochschulform beeinflusst deinen Studienalltag stärker, als viele vermuten. An einer HAW oder Fachhochschule sind Lehrveranstaltungen meist anwendungsorientiert, die Gruppen häufig überschaubarer und der Stundenplan strukturierter als an einer großen Universität.

Ein duales Studium verbindet Studium und Berufstätigkeit. Du brauchst dafür normalerweise einen Studienplatz und einen Vertrag mit einem Praxispartner. Die Bewerbung läuft oft direkt über das Unternehmen, das neben den Schulnoten auch Auswahltests, Gespräche und praktische Erfahrungen berücksichtigt.

Das duale Modell passt besonders gut, wenn du früh Berufserfahrung sammeln und finanziell unabhängiger sein möchtest. Dafür ist es zeitlich deutlich dichter organisiert. Wer nebenbei arbeiten, Kinder betreuen oder flexibler lernen muss, kann ein Fern- oder Teilzeitstudium prüfen, sollte den höheren Eigenanteil bei Organisation und Motivation aber realistisch einschätzen.

Universitäten sind mit Fachhochschulreife nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber die Regeln unterscheiden sich nach Bundesland und Studiengang. In einzelnen Ländern oder bei bestimmten Hochschulen gibt es zusätzliche Zugangswege. Deshalb würde ich eine konkrete Universität nie allein nach allgemeinen Internetlisten beurteilen, sondern immer die Zulassungsstelle des gewünschten Studiengangs kontaktieren.

Diese Voraussetzungen kommen zum Fachabi hinzu

Der Abschluss allein entscheidet nicht über die Zulassung. Bei zulassungsbeschränkten Studiengängen gilt ein Numerus clausus, kurz NC. Dabei wird nur eine begrenzte Zahl an Studienplätzen vergeben, sodass die notwendige Note vom Bewerberfeld und nicht dauerhaft von einer einzigen festen Grenze abhängt.

Andere Studiengänge sind zulassungsfrei, verlangen aber trotzdem bestimmte Nachweise. Dazu gehören je nach Fachrichtung:

  • ein Vorpraktikum, zum Beispiel in sozialen, technischen oder gestalterischen Studiengängen,
  • eine Mappe oder Eignungsprüfung bei Design, Kunst und Medien,
  • bestimmte Sprachkenntnisse bei internationalen oder fremdsprachigen Studienangeboten,
  • ein Auswahlgespräch oder ein Studierfähigkeitstest,
  • ein passender Ausbildungs- oder Tätigkeitsnachweis bei dualen Studiengängen.

Auch die Fachrichtung deines Abschlusses kann eine Rolle spielen. Ein wirtschaftlicher Schwerpunkt ist für BWL meist unproblematisch, während ein künstlerischer Studiengang andere Nachweise verlangen kann. Bei Unsicherheit hilft ein Blick in die aktuelle Studiengangbeschreibung im Hochschulkompass und anschließend eine kurze Nachricht an die Studienberatung.

So findest du den passenden Studiengang ohne Umwege

Ich würde nicht mit einer möglichst langen Liste von Studienfächern beginnen. Besser ist ein kurzer Abgleich zwischen deinen Interessen, deinen bisherigen Erfahrungen und den Anforderungen des Studiengangs.

  1. Prüfe deinen Abschluss. Kläre, ob du die vollständige Fachhochschulreife, nur den schulischen Teil oder eine fachgebundene Hochschulreife besitzt.
  2. Wähle zwei bis drei Themenfelder. Zum Beispiel Technik, Medien oder Soziales. Zu viele Optionen machen die Entscheidung eher schwerer.
  3. Vergleiche konkrete Studiengänge. Achte auf Module, Praxissemester, Bewerbungsfristen, NC und mögliche Zusatzprüfungen.
  4. Teste den Studienalltag. Ein Schnuppertag, ein Praktikum oder ein kostenloser Studienorientierungstest zeigt oft mehr als ein allgemeiner Beschreibungstext.
  5. Sprich mit der Hochschule. Eine Studienberatung kann verbindlich klären, ob dein Abschluss für genau diesen Studiengang genügt.

Besonders hilfreich finde ich den Blick in die Modulhandbücher. Dort erkennst du, ob ein Fach tatsächlich zu dir passt. Ein Studiengang mit dem Titel „Medien“ kann beispielsweise viel Statistik, Projektmanagement oder Technik enthalten und deutlich weniger kreative Gestaltung, als der Name vermuten lässt.

Prüfe außerdem die Bewerbungsfristen frühzeitig. Bei dualen Studiengängen beginnen Bewerbungen teilweise viele Monate vor dem Studienstart. Wer erst kurz vor Semesterbeginn aktiv wird, verpasst oft die interessanteren Praxispartner.

Mit Fachabi zählt die passende Entscheidung mehr als ein möglichst großer Studienname

Mit der Fachhochschulreife kannst du zahlreiche anspruchsvolle Bachelorstudiengänge studieren, vor allem an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Besonders gute Chancen bieten praxisnahe Bereiche wie Informatik, Wirtschaft, Technik, Soziales, Gesundheit und Medien.

Die wichtigste Entscheidung ist nicht, irgendeinen Studienplatz zu bekommen, sondern einen Studiengang zu wählen, dessen Inhalte und Zugangsvoraussetzungen zu dir passen. Wenn du Abschlussart, Bundesland, NC und mögliche Zusatzanforderungen sauber prüfst, wird aus dem umgangssprachlichen „Fachabi“ eine solide Grundlage für einen sehr unterschiedlichen und erfolgreichen Bildungsweg.

Häufig gestellte Fragen

Besonders häufig sind Bachelorstudiengänge an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften möglich. Dazu zählen unter anderem BWL, Informatik, Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau, Soziale Arbeit, Gesundheitsmanagement, Pflege sowie Medien und Gestaltung. Je nach Studiengang können zusätzlich ein NC, ein Vorpraktikum, eine Mappe oder eine Eignungsprüfung verlangt werden.

Die Fachhochschulreife berechtigt grundsätzlich zum Studium an Fachhochschulen und HAW. Die fachgebundene Hochschulreife erlaubt auch den Zugang zu weiteren Hochschultypen, beschränkt die Fächerwahl aber auf eine bestimmte Fachrichtung und verwandte Studienbereiche. Entscheidend ist, welcher Abschluss genau auf dem Zeugnis bescheinigt wird.

Das ist nicht grundsätzlich ausgeschlossen, hängt aber vom Bundesland und vom konkreten Studiengang ab. Einzelne Länder oder Hochschulen bieten zusätzliche Zugangswege an. Deshalb solltest du die Zulassungsstelle der gewünschten Universität direkt kontaktieren und dich nicht allein auf allgemeine Internetlisten verlassen.

Möglich sind ein Numerus clausus, ein Vorpraktikum, Sprachkenntnisse, ein Auswahlgespräch oder ein Studierfähigkeitstest. Für Design-, Kunst- und Medienstudiengänge werden häufig eine Mappe oder Arbeitsproben verlangt. Bei einem dualen Studium brauchst du außerdem normalerweise einen Studienplatz und einen Vertrag mit einem Praxispartner.
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Mein Name ist Enrico Stadler und ich bringe 3 Jahre Erfahrung in die Erstellung von Inhalten für lily-braun-oberschule.de ein. Schon seit einiger Zeit fasziniert mich die Welt der Bildung, Schule und Erziehung, und ich freue mich darauf, dieses komplexe Feld für Sie zu beleuchten. Mein Ziel ist es, Ihnen fundierte Informationen zu liefern, die Ihnen helfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und aktuelle Entwicklungen nachzuvollziehen. Dabei lege ich Wert darauf, die Themen verständlich aufzubereiten, Quellen sorgfältig zu prüfen und die Informationen stets aktuell zu halten, damit Sie auf dem Laufenden bleiben.
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