Wer die Herbstferien 2026 für die Familie, eine Reise oder die Betreuung planen möchte, sollte zuerst auf das eigene Bundesland schauen. Die Ferientermine liegen in Deutschland nicht einheitlich, sondern verteilen sich vom 5. Oktober bis zum 6. November 2026. Hier finden Sie alle Daten, wichtige Sonderregelungen und praktische Hinweise für eine entspannte schulfreie Zeit.
Die wichtigsten Ferientermine und Planungshinweise auf einen Blick
- Zeitraum: Die Herbstferien liegen je nach Bundesland zwischen dem 5. Oktober und dem 6. November 2026.
- Frühester Beginn: Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland starten bereits am 5. Oktober.
- Spätester Termin: Bayern hat vom 2. bis 6. November schulfrei.
- Unterschiede: Die Länder legen die Herbstferien selbst fest, deshalb weichen die Termine deutlich voneinander ab.
- Planung: Für Reisen, Betreuung und Lernzeiten sollte der schulinterne Kalender zusätzlich geprüft werden.

Die Termine der Herbstferien 2026 im Überblick
Die folgende Übersicht zeigt den jeweils ersten und letzten Ferientag. Die Kultusministerkonferenz veröffentlicht diese Daten für alle Länder, weist aber darauf hin, dass die übrigen Ferien neben den Sommerferien von den Ländern festgelegt werden.
| Bundesland | Herbstferien 2026 | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 26.10. bis 30.10. | 31.10. ist zusätzlich schulfrei. |
| Bayern | 02.11. bis 06.11. | Spätester Ferienbeginn in Deutschland. |
| Berlin | 19.10. bis 31.10. | Der letzte Ferientag fällt auf einen Samstag. |
| Brandenburg | 19.10. bis 30.10. | Gemeinsamer Ferienzeitraum mit Berlin bis auf den 31.10. |
| Bremen | 12.10. bis 24.10. | Der Zeitraum umfasst zwei Schulwochen. |
| Hamburg | 19.10. bis 30.10. | Keine landesweit einheitliche Verlängerung durch Feiertage. |
| Hessen | 05.10. bis 17.10. | Frühester Ferienbeginn. |
| Mecklenburg-Vorpommern | 15.10. bis 24.10. | Beginn an einem Donnerstag. |
| Niedersachsen | 12.10. bis 24.10. | Gemeinsamer Termin mit Bremen und mehreren norddeutschen Ländern. |
| Nordrhein-Westfalen | 17.10. bis 31.10. | Der erste Ferientag fällt auf einen Samstag. |
| Rheinland-Pfalz | 05.10. bis 16.10. | Früher Ferienzeitraum mit zwei Schulwochen. |
| Saarland | 05.10. bis 16.10. | Gemeinsamer Termin mit Rheinland-Pfalz. |
| Sachsen | 12.10. bis 24.10. | Der Ferienzeitraum endet an einem Samstag. |
| Sachsen-Anhalt | 19.10. bis 30.10. | Späterer Ferienbeginn im Vergleich zu Sachsen. |
| Schleswig-Holstein | 12.10. bis 24.10. | Für Inseln und Halligen gelten Sonderregelungen. |
| Thüringen | 12.10. bis 24.10. | Gemeinsamer Zeitraum mit mehreren mitteldeutschen Ländern. |
Die Angaben nennen den ersten und letzten Ferientag, nicht die Zahl der tatsächlichen Unterrichtstage. Fällt das Ende auf einen Samstag, beginnt der Unterricht normalerweise erst am darauffolgenden Montag wieder. Genau diesen kleinen Unterschied übersehen Familien bei der Reiseplanung erstaunlich oft.
Warum die Ferien in Deutschland unterschiedlich liegen
In Deutschland gibt es keine bundeseinheitliche Ferienordnung. Die 16 Bundesländer bestimmen ihre Herbstferien selbst, während die Sommerferien langfristig zwischen den Ländern abgestimmt werden. Deshalb können Schülerinnen und Schüler in Hessen bereits frei haben, während der Unterricht in Bayern noch mehrere Wochen läuft.
Die gestaffelten Termine entlasten vor allem den Reiseverkehr. Wenn alle Länder gleichzeitig Ferien hätten, würden Autobahnen, Flughäfen und beliebte Urlaubsorte deutlich stärker belastet. Für Familien bedeutet die Staffelung allerdings, dass Geschwister, die in verschiedenen Ländern zur Schule gehen, nicht automatisch zur selben Zeit frei haben.
Auch Feiertage und regionale Besonderheiten spielen eine Rolle. In Baden-Württemberg ist der 31. Oktober 2026 zusätzlich schulfrei. Auf den nordfriesischen Inseln und Halligen gelten bei den Herbstferien besondere Regelungen, die von den allgemeinen Angaben für Schleswig-Holstein abweichen können.
So lässt sich die freie Zeit sinnvoll planen
Ich würde die Herbstferien nicht sofort mit möglichst vielen Aktivitäten füllen. Nach den ersten Wochen des Schuljahres brauchen viele Kinder zunächst echte Erholung ohne festen Zeitplan. Zwei oder drei ruhige Tage am Anfang machen oft mehr für die Stimmung aus als ein dichtes Programm mit Ausflügen, Kursen und Besuchen.
Reisen früh mit dem Schulkalender abgleichen
Wer verreisen möchte, sollte nicht nur den Ferienkalender des Bundeslandes prüfen. Klassenfahrten, Projekttage, Elternabende oder schulinterne Ferientage können die Planung beeinflussen. Bei älteren Schülerinnen und Schülern kommen außerdem Klausuren und Prüfungsvorbereitungen hinzu.
Bei beliebten Reisezielen lohnt sich eine frühe Buchung, besonders wenn mehrere Bundesländer gleichzeitig Ferien haben. Für Familien mit begrenztem Budget sind die Randtage oft interessant, weil Abreisen am ersten oder letzten Ferientag preislich und verkehrstechnisch ungünstig sein können.
Betreuung nicht auf den letzten Moment verschieben
Für Grundschulkinder und jüngere Jugendliche ist die Betreuung häufig die schwierigste Frage. Ganztagsschulen, Jugendzentren, Sportvereine und Ferienprogramme haben eigene Anmeldefristen, Altersgrenzen und Kosten.
- Betreuungsangebote möglichst vier bis acht Wochen vorher vergleichen.
- Prüfen, ob nur einzelne Tage oder eine ganze Ferienwoche buchbar sind.
- Auf Bring- und Abholzeiten achten, weil diese nicht immer zum Arbeitsweg passen.
- Zusatzkosten für Mittagessen, Material oder Ausflüge einplanen.
Ein teures Feriencamp ist nicht automatisch die beste Lösung. Für viele Kinder funktioniert eine Mischung aus zwei Betreuungstagen, Zeit bei Verwandten und freien Tagen zu Hause besser und kostet deutlich weniger.
Herbstferien als Lernpause und Lernchance
Ferien sind keine verlängerte Schulwoche. Trotzdem kann eine kleine Lernroutine sinnvoll sein, wenn sich bereits Lücken zeigen oder wichtige Arbeiten nach den Ferien anstehen. Ich halte 15 bis 20 Minuten an drei Tagen pro Woche für realistischer als mehrere Stunden Nachhilfe am Stück.
In der Grundschule können Lesen, Kopfrechnen oder spielerische Übungen genügen. In höheren Klassen ist es hilfreicher, gezielt ein Problem zu bearbeiten, etwa Bruchrechnung, Grammatik oder Vokabeln. Entscheidend ist, dass die Aufgabe überschaubar bleibt und nicht jeden Ferientag bestimmt.
Was in den Ferien gut funktioniert
- täglich einige Seiten eines passenden Buches lesen
- Grundrechenarten oder Vokabeln kurz wiederholen
- aufgeschobene Hausaufgaben in zwei oder drei Blöcke teilen
- ein Museum, einen historischen Ort oder ein Naturgebiet als Lernort nutzen
- nach der Hälfte der Ferien den Schulranzen und die Materialien prüfen
Eltern sollten dabei nicht versuchen, den gesamten Unterrichtsstoff nachzuholen. Wenn ein Kind über Wochen mit demselben Thema kämpft, ist ein Gespräch mit der Lehrkraft oder eine gezielte Lernförderung sinnvoller als zusätzlicher Druck in den Ferien.
Diese Sonderfälle werden leicht übersehen
Ein Ferienkalender zeigt den allgemeinen Rahmen, ersetzt aber nicht die Informationen der einzelnen Schule. Bewegliche Ferientage, pädagogische Tage oder lokale schulfreie Tage können den Unterrichtsbeginn verändern. Diese Termine werden häufig erst im Schuljahreskalender der Schule verbindlich sichtbar.
Auch die Bezeichnung „zwei Wochen Ferien“ kann irritieren. Wenn der erste Ferientag auf einen Samstag fällt oder der letzte Ferientag ein Samstag ist, enthält der offizielle Zeitraum Wochenendtage. Für die tatsächliche Betreuung stehen dann möglicherweise weniger als zehn zusätzliche Werktage zur Verfügung.
Bei Reisen ins Ausland sollte außerdem geprüft werden, ob die Rückkehr rechtzeitig vor dem ersten Unterrichtstag erfolgt. Ein verspäteter Rückflug am Sonntag wirkt zunächst bequem, lässt aber kaum Spielraum bei Verspätungen. Ich plane deshalb lieber einen ausreichenden Puffer ein, besonders bei langen Flugreisen.
Was nach den Ferientagen wichtig bleibt
Für eine gute Planung reichen drei Schritte. Zuerst wird der Termin des eigenen Bundeslandes geprüft, danach werden Schulkalender und Betreuung abgeglichen. Erst dann lohnt es sich, Reise, Ausflüge oder Lernzeiten fest zu buchen.
Die Herbstferien sollen Abstand vom Schulalltag schaffen, dürfen aber auch Raum für Neugier und kleine Lernimpulse bieten. Mit weniger Termindruck, klaren Absprachen und einem realistischen Plan gelingt meist beides: erholen und gut vorbereitet in den Unterricht zurückkehren.