Zwischen dem ersten schriftlichen Prüfungstermin und der Zeugnisübergabe liegen in Niedersachsen 2026 fast drei Monate. Hier findest du die verbindlichen Zeiträume, die Fächertermine des Zentralabiturs, wichtige Hinweise zu mündlichen Prüfungen und Nachschreibterminen sowie einen praktikablen Plan, damit einzelne Daten nicht durcheinandergeraten.
Die wichtigsten Abiturdaten auf einen Blick
- 10. April bis 11. Mai 2026: schriftliche Prüfungen im Haupttermin
- 12. Mai bis 1. Juni 2026: mündliche Prüfungen
- 7. Mai bis 9. Juni 2026: erster Nachschreibtermin
- 22. bis 24. Juni 2026: mündliche Nachprüfungen in schriftlichen Prüfungsfächern
- 25. bis 27. Juni 2026: Ausgabe der Abiturzeugnisse
Wann finden die Abiturprüfungen in Niedersachsen 2026 statt?
Der Haupttermin für die schriftlichen Abiturprüfungen liegt in Niedersachsen zwischen Freitag, dem 10. April, und Montag, dem 11. Mai 2026. Die mündlichen Prüfungen schließen sich vom 12. Mai bis zum 1. Juni an. Damit sollten Schülerinnen und Schüler nicht nur einzelne Klausurtage, sondern den gesamten Prüfungszeitraum im Kalender blockieren.
Das Niedersächsische Kultusministerium nennt außerdem den 8. April 2026 als Ende des vierten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase. Die Abiturzeugnisse werden je nach Schule zwischen Donnerstag, dem 25. Juni, und Samstag, dem 27. Juni 2026, ausgehändigt. Der genaue Termin für die Zeugnisübergabe ist eine schulische Entscheidung.
| Prüfungsabschnitt | Zeitraum 2026 |
|---|---|
| Ende des vierten Schulhalbjahres | Mittwoch, 8. April |
| Schriftliche Prüfungen im Haupttermin | Freitag, 10. April bis Montag, 11. Mai |
| Mündliche Prüfungen | Dienstag, 12. Mai bis Montag, 1. Juni |
| Erster Nachschreibtermin | Donnerstag, 7. Mai bis Dienstag, 9. Juni |
| Mündliche Nachprüfung | Montag, 22. Juni bis Mittwoch, 24. Juni |
| Ausgabe der Abiturzeugnisse | Donnerstag, 25. Juni bis Samstag, 27. Juni |
Die Übersicht gilt für die gymnasiale Oberstufe, Berufliche Gymnasien, Abendgymnasien, Kollegs, Freie Waldorfschulen und Nichtschülerprüfungen. Für einzelne Schulformen, etwa Waldorfschulen, gelten bei bestimmten Abschnitten besondere Zeitangaben. Deshalb bleibt der Prüfungsplan der eigenen Schule maßgeblich.
Diese Fächer werden im Haupttermin geprüft
Für die meisten Fächer gibt es landesweit einheitliche Aufgaben. Das wird als Zentralabitur bezeichnet. Die folgende Tabelle zeigt die festgelegte Reihenfolge der schriftlichen Prüfungen im Haupttermin.
| Datum | Prüfungsfach |
|---|---|
| 10. April | Geschichte |
| 13. April | Spanisch, Griechisch |
| 14. April | Sport, Informatik |
| 16. April | Kunst sowie bestimmte Fächer an Beruflichen Gymnasien |
| 17. April | Erdkunde |
| 22. April | Biologie |
| 23. April | Physik |
| 24. April | Chemie |
| 27. April | Latein |
| 28. April | Deutsch |
| 29. April | Politik-Wirtschaft |
| 30. April | Englisch |
| 4. Mai | Musik sowie bestimmte Fächer an Beruflichen Gymnasien |
| 5. Mai | Religion, Werte und Normen |
| 6. Mai | Mathematik |
| 8. Mai | Französisch |
| 11. Mai | Sprechprüfung in neu beginnendem Französisch und Spanisch |
Am 20. und 21. April sind im landesweiten Hauptplan keine schriftlichen Prüfungen vorgesehen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass alle Schülerinnen und Schüler an diesen Tagen frei haben. Schulinterne Termine, Vorbereitung oder Prüfungen in Fächern mit eigener Aufgabenstellung können den persönlichen Kalender verändern.
Für neu beginnende Fremdsprachen gibt es 2026 eine Besonderheit. In Französisch und Spanisch, die erst in der 11. Klasse begonnen wurden, gehört die Sprechkompetenz erstmals verpflichtend zur schriftlichen Abiturprüfung. Dazu kommen Hörverstehen und Schreiben. Die Sprechprüfung umfasst unter anderem ein Interview, einen monologischen Teil und einen Dialog.
Was gilt für mündliche Prüfungen und Nachprüfungen?
Die mündlichen Prüfungen finden landesweit im Zeitraum vom 12. Mai bis 1. Juni 2026 statt. Anders als bei vielen schriftlichen Zentralprüfungen veröffentlicht das Land nicht für jede Schule einen einzigen allgemeinen Prüfungstag. Die konkrete Einteilung erhalten die Prüflinge von ihrer Schule.
Ich empfehle, den Zeitraum vollständig freizuhalten, auch wenn der eigene Termin früh festzustehen scheint. Änderungen bei Raumplanung, Prüfungskommission oder schulischer Organisation können vorkommen. Entscheidend ist deshalb die schriftliche Mitteilung des Oberstufenbüros oder der Tutorin beziehungsweise des Tutors.
Wer eine schriftliche Prüfung aus einem anerkannten Grund versäumt, kann am ersten Nachschreibtermin teilnehmen. Dieser erstreckt sich vom 7. Mai bis zum 9. Juni. Die landesweit einheitlichen Nachschreibtermine liegen je nach Fach an unterschiedlichen Tagen.
| Datum | Nachschreibfach |
|---|---|
| 7. Mai | Sport, Informatik |
| 12. Mai | Kunst sowie bestimmte Fächer an Beruflichen Gymnasien |
| 13. Mai | Geschichte |
| 18. Mai | Biologie |
| 19. Mai | Deutsch |
| 20. Mai | Physik |
| 21. Mai | Erdkunde |
| 27. Mai | Latein |
| 28. Mai | Französisch |
| 29. Mai | Chemie |
| 1. Juni | Englisch |
| 2. Juni | Mathematik |
| 4. Juni | Politik-Wirtschaft |
| 5. Juni | Spanisch, Griechisch |
| 8. Juni | Religion, Werte und Normen |
| 9. Juni | Sprechprüfung in neu beginnendem Französisch und Spanisch |
Ein zweiter Nachschreibtermin kann notwendig werden. Diesen legen die Schulen selbst fest. Auch Fächer ohne landesweit einheitliche Aufgabenstellung werden innerhalb der vorgegebenen Zeiträume von der jeweiligen Schule terminiert.
Warum der schulinterne Terminplan genauso wichtig ist
Die veröffentlichten Landestermine sind eine verlässliche Grundlage, aber noch kein vollständiger persönlicher Prüfungsplan. Das Niedersächsische Kultusministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass Schulen bestimmte schriftliche Prüfungstermine selbst festlegen, wenn keine landesweit einheitliche Aufgabenstellung verwendet wird.
Für die eigene Planung solltest du deshalb vier Informationen zusammenführen:
- das Fach und das Anforderungsniveau der jeweiligen Prüfung,
- den landesweiten Haupt- oder Nachschreibtermin,
- den individuellen Termin der mündlichen Prüfung,
- schulinterne Fristen für Meldungen, Bescheinigungen und Nachweise.
Ein häufiger Fehler ist, nur die großen Fächer wie Deutsch, Mathematik und Englisch einzutragen. Gerade bei mündlichen Prüfungen, Fachpraxis und neu beginnenden Fremdsprachen entstehen aber zusätzliche Termine. Ich würde daher nicht mit mehreren Kalendern arbeiten, sondern alle Daten in einer einzigen Übersicht sammeln.
Lesen Sie auch: Bildungspolitik in Deutschland - Was sich für Schulen ändert
So bleibt die Planung übersichtlich
Markiere zunächst die schriftlichen Haupttermine und ergänze daneben jeweils eine Lernphase. Zwischen zwei Prüfungen liegen nicht immer mehrere freie Tage. Wer beispielsweise Biologie, Physik und Chemie belegt, sollte die naturwissenschaftlichen Fächer frühzeitig parallel vorbereiten, statt erst nach der ersten Klausur umzuschalten.
Plane außerdem einen Puffer von mindestens einem bis zwei Tagen für Anreise, Schlaf und Wiederholung ein. Die letzten Stunden vor einer Klausur bringen meist weniger als ein klarer Tagesrhythmus. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Prüfungen in kurzer Folge stattfinden.
Was Prüflinge jetzt konkret erledigen sollten
Eine gute Vorbereitung beginnt nicht erst mit dem Lernen. Zuerst sollte klar sein, welche Termine tatsächlich persönlich gelten und welche Informationen nur den allgemeinen Landesplan betreffen.
- Schulplan prüfen: Vergleiche die offiziellen Landesdaten mit dem Prüfungsplan deiner Schule.
- Fächer markieren: Kennzeichne Haupttermin, Nachschreibtermin und mündliche Prüfung in unterschiedlichen Farben.
- Prüfungsstoff ordnen: Teile jedes Fach in Themenblöcke und lege realistische Wiederholungszeiten fest.
- Organisatorisches klären: Prüfe Raum, Beginn, erlaubte Hilfsmittel und die Regelung bei Krankheit.
- Nachbereitung einplanen: Nach jeder Prüfung kurz auswerten, aber nicht stundenlang über mögliche Fehler grübeln.
Die offiziellen Termine helfen vor allem dabei, die Belastung realistisch einzuschätzen. Sie ersetzen aber keine schulischen Hinweise zu Einlass, Prüfungsdauer oder Hilfsmitteln. Bei Unsicherheit ist das Oberstufenbüro die verlässlichste Anlaufstelle, nicht eine allgemeine Terminliste im Internet.
Für die etwa 30.000 Prüflinge an rund 460 Schulen in Niedersachsen bedeutet der Prüfungszeitraum eine lange Phase mit mehreren unterschiedlichen Anforderungen. Der beste Umgang damit ist aus meiner Sicht kein Lernen rund um die Uhr, sondern ein Kalender, der Prüfungstage, Erholung und Wiederholung gleichermaßen berücksichtigt.
Mit einem persönlichen Kalender sicher durch die Prüfungsphase
Die zentralen Abiturtermine 2026 reichen vom 10. April bis zur Zeugnisübergabe Ende Juni. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem landesweiten Zeitfenster und dem konkreten Termin der eigenen Schule.
Wer Haupttermine, Nachschreibtermine und mündliche Prüfungen früh zusammenführt, vermeidet unnötigen Stress und erkennt rechtzeitig, wo die Lernzeit knapp wird. Am Ende zählt nicht nur, wann die Prüfung offiziell stattfindet, sondern auch, ob die Wochen davor sinnvoll und mit genügend Erholung geplant sind.